Als ich noch ein kleiner Teenager war, so ich weiß nicht, vielleicht zwölf oder dreizehn Jahre alt, kann aber auch sein, dass ich auch erst zehn oder elf war, da hatten wir eine befreundete Familie mit drei kleinen Kindern. Ein Mädchen im Alter meines Bruders, also fünf Jahre jünger als ich, einen kleinen Jungen, der nochmal zwei Jahre jünger war und ein kleines Babymädchen. Mein Bruder war mit der Gleichaltrigen ganz gut befreundet. Und ich hab gern auf den kleinen Jungen aufgepasst. Der war ziemlich wild, also noch mal ne Kategorie wilder als unser kleiner Kerl heute. Meine Mutter hat mit Grausen noch vor Augen, wie der Kleine an einem Bücherschrank hochkrabbelte und daraufhin gemeinsam mit diesem Bücherschrank umstürzte.
Und ich habe mein ganz eigenes Erlebnis mit ihm gehabt, was mir irgendwie heute noch in den Knochen steckt. Das war nämlich so, dass die Mutter nebenan das Babymädchen wickelte und bettfertig machte und ich derweil ein Auge auf den Kleinen haben sollte. Und der hatte es sich zum Vergnügen gemacht, von einer Kommode auf das Bett (mit Metallgestell) zu springen und dort zu hopsen und zu hopsen. Die Mutter fand es wohl nicht so schlimm. Naja, man wird sich denken können, wie es weitergeht. Der Kleine sprang, landete, hopste und federte weiter mit dem Gesicht auf das Metallkopfteil des Bettes. Geschrei, viel Blut, wenig Zähne, viel Bruch. Und mittendrin eine kleine Rosa, die sich mordmäßig schuldig fühlte und sehr sehr sehr erschrocken war.
Es sitzt mir noch heute in den Knochen. Wie sehr, durfte ich gestern feststellen.
Unser kleiner Kerl stand auf seinem Hocker am Waschbecken und wusch sich die Hände und begann, in altbekannter Manier rumzuzappeln. Und nein, er hat nicht die Waschbeckenkante erwischt, sonder ist einfach nur von seinem Hocker gefallen und mit dem Gesicht auf den Metallmülleimer geknallt, natürlich mit dem Mund auf die Kante. Gebrüll, viel Blut! Und der A nicht da, somit also eine vor Panik fast kotzende Mutter, die allein damit zurechtkommen musste. Ich habe mich zunächst fast nicht getraut nachzukucken. Und unglücklicherweise hatten wir zum Abendbrot Hähnchen gegessen, so dass noch Hähnchenreste im Mund waren. Und so sah es zunächst so aus, als wäre neben viel Geschrei und viel Blut auch noch der Worstcase wenig Zähne eingetreten. Ich tupfte und tröstete und tupfte und schaute. Und entdeckte zum Glück, dass eben doch noch alle Zähnchen drinne waren. Der A, der später schaute, war sich nicht ganz sicher, ob ein unterer Schneidezahn wackelte.
Aber heute hat der kleine Kerl beim Besuch einen megaklebrigen Schokobonbon ergattert, und alle Zähne sind noch drin geblieben.Wackelt also nix.
Aber der Schreck sitzt ganz schön tief!
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Maiken Nielsen: Das siebte Werk
Bobo Siebenschläfer von Markus Osterwalder

Oh, jetzt habe ich es gelesen. Manmanman, zum Glück ist noch alles dran am kleinen Mann! Was für ein Schreck, Du Arme!
Von: Yvonne am 8. November 09
um 10:02
Oha, mir wurde gerade ein wenig plümerant….. Wie gut, daß Alles noch da ist, wo es sein soll.
So sind unsere Rabauken leider, Klein-Putti hat sich *damals* die zwei neuen oberen Schneidezähnchen in die Haut unter der Unterlippe gerammt. Hat geblutet wie verrückt und er hat heute eine klitzekleine Narbe. Da mochte ich auch nicht gucken, weil ich auch dachte, nun sind die neuen Zähne futsch.
Von: Junimond am 9. November 09
um 9:55