ein unangenehmer Punkt!
Die Rückfahrt.
Uff! Wir hatten uns ja eigentlich gedacht, dass wir auf der Rückfahrt wieder bei Lia samt Monsterchen und dessen Papa einfallen würden. Aber dann kam etwas dazwischen, so dass wir dann dachten, wir wollten doch möglichst schnell heimfahren und am ersten Fahr-Tag mehr als die Hälfte der Strecke schaffen. Schnell schnell schnell. Ürx! Wir gerieten in einen Monsterstau. 25 km. Der A fuhr wie ein junger Held lauter Ausweichstrecken, aber dank Pfingsten und so fuhren eben lauter andere Menschen auch eben diese Ausweichstrecken.
So kam es, dass wir dann doch gar nicht viel weiter kamen und in Kitzingen unser Nachtquartier bezogen. Für ein geräumiges Zimmer für uns alle drei, den A, mich und den absolut unausgelasteten Wutz, sollten wir 65 Euro mit Frühstück bezahlen. Gebongt. Wir bekamen in der Gaststube noch ein sehr nettes Abendbrot zu absolut fairen Preisen. Der kleine Kerl wurde dann noch gebadet und durfte – ausnahmsweise – fernsehen bis zum Abwinken. Um 22 Uhr oder so bat er dann um Verdunkelung des Zimmers, damit er „bessa nafen“ könne. Wir alle drei schliefen sehr fein, bis mitten in der Nacht auf der Straße vor unserem Zimmer eine Versammlung von fränkischen betrunkenen Menschen stattfand, die sich sehr laut immer wieder ihre Verwandtschaft beteuerten und einen Kevin suchten („Kevin kimm her“). Sie wollten gerne Nummern austauschen und blieben bei diesen kümmerlichen Themen so roundabout anderthalb Stunden derweil der A und der Wutz und ich mit weitgeöffneten Augen und Ohren starr im Bette lagen. Nach einer Weile griff der A in die Diskussion ein und nannte den Störenfrieden eine Nummer, die er gleich wählen würde … Noch ein wenig Diskussion – mehr oder weniger aggressiv, dann verschwanden die Sufftis. Der A schlummerte weiter, Christoph auch, ich aber nicht, ich war so wach und konnte erst gegen sechs wieder schlafen. Christoph hat das im Nachhinein noch sehr beeindruckt. Er sagte morgens, er hätte Angst gehabt, weil nachts im Zimmer eine böse Frau und eine blaue Kuh gewesen seien (ich hoffe sehr, dass ich die blaue Kuh war …).
Zum Frühstück war ich dementsprechend gerädert und hatte dann noch eine Begegnung der besonderen Art.
Das Frühstück war nämlich lecker, für Christoph war eigens ein kleines Besteckchen aufgedeckt worden. Am Nachbartisch saß eine junge Familie mit einem kleinen Babychen. Und liebe junge Familie, wenn Ihr Euch da jetzt wieder erkennt und so, da am selben Tag wie wir im Fränkischen Hof genächtigt habt … Ihr seid Rabeneltern, ich finde Euch doof!
Das Baby mag wohl so vier Monate alt gewesen sein. Es war eigentlich nicht sonderlich unruhig oder laut. Aber als es ein wenig anfing zu greinen, verschwand die Mutter flugs mit dem Kinde aufs Zimmer. Gut, dachte ich mir, sie wird es ein wenig beruhigen. Die Mutter kam nach fünf Minuten zurück. Ohne Baby, mit Babyphon. Fanden wir ja schon ein wenig seltsam. Sie hat ihr Baby im ersten Stock in einem fremden Zimmer liegen lassen um im Erdgeschoss weiter zu frühstücken? Dann legte das Babyphone auch gleich los. Baby weinte nämlich. Und tat dies auch weiterhin. Mutter und Vater unterhielten sich minutenlang darüber, dass das Weinen sich nicht so anhörte, als wenn Baby sie brauchen würde … Dann kommentierte unser Kind das Geschehen: „Warum das? Was ist das? Baby weint?“ Ich erklärte ihm nicht ganz unleise, dass da ein Baby durch das Babyphon weinen würde, weil es seine Mutter brauchen würde. Mit verkniffenem Gesicht enteilte selbige, nachdem das Geweine über eine Viertelstunde angedauert hatte. Kurz danach kam sie wieder, wieder ohne Baby. Das überschnitt sich mit unserem Aufbruch aus der Gaststube, sie hat noch ganz kurz Christoph die Tür nicht aufgehalten, durch die sie grade kam, so dass ich grad verhindern konnte, dass ihm die Tür vor den Kopf knallte. Danke liebe doofe Mutter. Du solltest das noch üben. Mich hat das erschüttert. Egal, wie man zum Ferbern steht, ein so kleines Baby in der Fremde so weinen zu lassen, das finde ich zum Kotzen!Aber wenigstens konnten die Eltern in Ruhe frühstücken.
Sorry für diesen Exkurs, ich musste das loswerden!
Wir sind also danach weitergefahren und haben nach kurzer Zeit gemerkt, dass wir es nach dieser gestörten Nacht nicht wirklich bis HH schaffen, da wäre dann ja auch noch das ganze Ausräumen und so angefallen.
Also haben wir dann noch eine Pause eingelegt und so ein kleines Kerlchen, das sich sehr nach seinen Großeltern in Bremen gesehnt hatte, sehr glücklich gemacht. Straßenbahn, Oma IA, Opa UI, was will Wutz mehr? Und dann durfte er auch noch Platsch im Garten machen!
So schloss unsere Reise, und nun nerv ich auch nicht mehr mit Reiseberichten.
Morgen brauchen wir jede Menge gedrückte Daumen :-)

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Ich drücke 2 Daumen! Aber wofür? War ich schusselig und hab was überlesen?
Von: CreativeRabbit am 4. Juni 09
um 9:54