Verfasst von: rosa67 | 16. August 08

Melodie und Gefuchtel

Meine Mutter hatte es neulich schon vermutet, nun denk ich, sie hat recht. Christoph hat jetzt erst mal genug von den Ein-Wort-Sätzen, er übt jetzt Melodie und anderes. Heut ist zwar noch ein neues Wort hinzugekommen, und ab und zu auch immer mal wieder (heute war es Nin(d)o für Dinosaurier), aber im Moment möchte er Sachverhalte ausdrücken. Kann er aber noch nicht so richtig, also gestikuliert er, saust durch die Gegend und zeigt.

Der A hat in den letzten Tagen häufig zur Bohrmaschine gegriffen, und auch unter uns wird ja renoviert, gebohrt, gehämmert. Zunächst war Christoph wegen des Lärms verängstigt, aber nachdem ihm erklärt wurde, was das nun ist (um das Bohren darzustellen, halte ich meinen Finger wie einen Bohrer an die Wand und mache Brrrrrrrrrrrrrrrm-Geräusche, das Hämmern halt mit Pochen, dazu sage ich Pochpochpoch), saust er den ganzen Tag durch die Wohnung hält sein Fingerchen an die Wand und brrrrrrrrrrmt, oder aber er pocht und begleitet das mit „Popopopo“.

Ansonsten scheint er eben die Sprachmelodie zu imitieren. Er plappert den ganzen Tag, er plappert und erzählt Geschichte nach Geschichte. Der Inhalt ist leider nicht so offensichtlich. Er erzählt von Papa. „Papa, da wawa, da Papa da wawa.“ Oder die Feuerwehr, „De Wiah da wawa, da wiah wawa“

Ich hab lange gerätselt, was wawa ist, aber es scheint einfach nur so eine Art Füllsel zu sein. Oder hat jemand eine bessere Idee?


Antworten

  1. Kolja hatte auch so Füllworte. Und Universalbegriffe, die er benutzt hat, wenn er das eigentliche Wort nicht wusste. Sehr süß, bald kommen Zwei- bis Vierwortsätze!

  2. Vielleicht bellt der A. ja heimlich?

    Ich finde die Phase total interessant. Manchmal muß ich sogar nachfragen, was Ben gerade gesagt hat, weil sich das so sehr nach „echter“ Sprache anhört. Hach ja, die Kleinen werden bald groß…


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