Also, da stöber ich nun bei verschiedenen Immobilienbörsen durch die Angebote. Aber was ich echt nicht verstehe: Man kann dann ja auch Bilder zu den Wohnungen mitreinsetzen. Aber warum machen denn dann die guten Inserenten so seltsame Bilder.
Zum Beispiel Bilder, auf denen man eigentlich nix Wesentliches sieht:
Ich mein, was sieht man schon auf dem Bild, was die betreffende Wohnung charakterisiert? Eine Tür und weiße Fliesen. Hm!
Oder hier:
OK, man sieht einen Stuhl und Blumentöpfe, aber die nimmt doch wohl der Vormieter mit …
Auf diesem Bild kann ich nur erkennen, dass ich das Sofa nicht vom Vormieter übernehmen möchte.
Ansonsten braucht der Photograph ein besseres Belichtungsprogramm. Das gilt auch für das nächste Bild:
Dies Bild gefällt mir auch sehr, naja, also bei uns sieht es manchmal auch so aus, bis auf das Bügelbrett, ich bügel nicht. Aber ich würde vielleicht aufräumen, bevor ich ein Photo mache, mit dem ich meine Wohnung vermieten möchte.
Das ist natürlich nur meine unmaßgebliche Meinung.
Über die lustigen Euphemismen, mit denen die Wohnungen dann so angepriesen werden, über die Schreibfehler, die da so sind, schreib ich das nächste Mal, als kleinen Vorgeschmack sei nur “über den Dächern von …” (Hochhaus, ganz oben) oder “Patschbein” (Pitchpine-Boden) erwähnt :-)
Viel Grün
Kleiner Wutz :-)




Andrea Schacht: Gebiete sanfte Herrin mir
Bobo Siebenschläfer von Markus Osterwalder

Gnihihi.
Besonders gefällt mir das abschreckende Sofa. Grusel!
Ich war aber auch immer überrascht, bei meiner letzten Wohnungssuche, in was für ramponierten Momenten man die potentielle Wohnstatt begucken durfte. Da ist das Bügelbrett-Bild nix gegen gewesen.
Von: Lotta am 2. Februar 08
um 11:26
Echt? Noch schlimmer?
Von: rosa67 am 2. Februar 08
um 11:28
Ja, z.B. drei Jungens um die 20 versuchten einer Altbauwohnung Herr zu werden. Sie beherbergten vor allen Dingen Bierflaschen und schlecht riechende Socken, Mülltüten schien man traditionell nicht wegzubringen…
Und dann war da noch die Wohnung von einem zerstrittenen Pärchen, die vollgestopft war mit Kitsch und Krempel. Von der Dichte her vergleichbar mit dem Bügelbrettbild, bloß alles mit Staub überzogen. Diese Wohnung haben wir dann allerdings genommen. :D
Von: Lotta am 2. Februar 08
um 11:38
Also auf dem erste Foto sollte sicher demonstriert werden, wie toll der Stilbruch mit den Türklinken gelungen ist :-)
Von: dreikaisers am 3. Februar 08
um 12:20
Mich überzeugt das letzte Bild. Wenn man genau hinsieht, kann man siehen, dass der Raum doppelbefenstert ist. :-)
Der Photograph hätte die Optik noch steigern können, indem er vielleicht ein bis fünf Mülltonnen dort ausgeleert hätte.
Von: Alexandra am 3. Februar 08
um 8:05
Oh ja, sehr groß. Ich erinnere mich auch noch an solche Fotos. Und solche wie das Couch&Kacheltisch-Foto führten bei mir immer zu der Frage, ob ich in einer Wohnung (oder einem Haus) wohnen möchte, in der vorher solche Leute gewohnt haben…
Von: GEM am 3. Februar 08
um 8:52
Ich frag mich ja auch immer, warum die Leute nicht wenigstens schnell einen handgemalten Grundriss hochladen, der sagt für mich meistens schon genug aus. Auch toll finde ich, wenn tausend Fotos von der Aussenanlage und dem Hausanstrich gemacht werden und kein einziges von der Wohnung. Oder noch besser sind die Fotos, die überhaupt gar nichts mit der Wohnung zu tun haben, also Marklerlogobilder etc. Großartig, das sagt so viel über eine Wohnung aus..
Von: Lia am 3. Februar 08
um 9:17
Letztens habe ich eine Anzeige für eine Wohnung gesehen, in der drei Mal das gleiche Bild – die Aussicht vom Balkon – gezeigt wurde. Fand ich auch etwas merkwürdig. Die Umschreibung “A renovaters dream” hingegen hat mir Schauer über den Rücken gejagt, angesichts des üblichen Zustandes der Häuser, die nicht als renovierungsbedürftig angesehen werden…
Von: eumelmama am 4. Februar 08
um 1:11
sehr schöne Sammlung. Mein Favorit ist die Dunkelkammer. Ich gebe zu, dass es nicht einfach ist, wirklich schöne Wohnungsbilder zu machen. Aber ein Bild ohne Gegenlicht sollte doch drin sein. Einen Grundriss muss man eigentlich nicht mal selbst zeichnen. Man hat doch fast immer einen in den Wohnungsunterlagen.
Von: Haus-Experte am 4. Februar 08
um 9:31
Das Problem ist für die meisten, dass man Räume nicht sehr gut fotografieren kann (ohne die entsprechende Kamera)!
Trotzdem ist es wahrscheinlich besser ein Foto reinzustellen, als gar keines! Oder? :-)
Von: immobilienblogs.at am 4. Februar 08
um 10:30
Mir fällt überhaupt auf, dass ein Großteil der Immobilienanzeigen den Schlendrian heraushängen lässt. Da findest alle Arten von Tippfehlern, Rechtschreibschwächen sowieso und eben auch aus dem Handgelenk geschossene Fotos, die im besten Fall nichtssagend, im schlechtesten jedoch abschreckend wirken.
Also ich würde selbst dann mehr Sorgfalt walten lassen, wenn ich mein Fahrrad verkaufen wollte. Und da geht es teilweise um Objekte, die ein Vermögen kosten… *kopfschüttel*
Von: immoment.at am 5. Februar 08
um 1:35
@immobilienblogs.at Probleme gibt es nicht, nur Aufgaben. Und bei Wohnungsangeboten besteht die Aufgabe darin zu erkennen, dass man dann und wann die mentale Größe aufbringen muss (auch entgegen der Auffassung der Auftraggeber; “issoch ächt schön hia”) besser kein Foto zu veröffentlichen.
Manchmal ist halt gar nichts besser als sowas :)
Von: Ralf Cabel am 5. Februar 08
um 3:43