Verfasst von: rosa67 | 30. November 07

No Milk today

Kann sein, dass sich die ganze milcherne Thematik irgendwie von selbst erledigt hat. Ich mein, viel ist ja nicht mehr übrig von Christophs und meiner Vollstillbeziehung. Nicht dass ich nun der Meinung bin, dass sei milch- oder sonstwietechnisch bedenklich. Ich hab ihn ja nun ein Jahr und eine Woche sehr intensiv gestillt und finde, irgendwo kann dann ja auch mal ein Ende sein.

Ab Januar arbeite ich zeieinhalb Tage in der Woche, also auch an zwei Tagen acht Stunden. Und das schaff ich kräftemäßig nun nicht mehr, dann auch noch nachts vier-, fünfmal zu stillen. No way. Echt!

Okay, darum war ja nun mein Plan schön langsam das Abstillen anzugehen.  Wir sind tagsüber jetzt muttermilchfrei, bis auf ein Indenschlafstillen am späten Vormittag. Das nächste Stillen kommt erst abends, wieder ein Einschlafstillen. Und dann halt nachts nach Bedarf.

In der letzten Nacht lief es aber seltsam. Christoph hat um 23.00 Uhr Hunger gehabt und diesmal ein Fläschchen bekommen. Darauf schlief er dann bis morgens um vier. Da erwachte er, ich wollte ihn stillen, Brust in Babymündchen. Baby wieder ruhig. Zehn Minuten lang. Dann wieder Brust in Babymündchen, Baby wieder ruhig, zehn Minuten lang. Das zog sich hin, bis morgens der A aufstand. Milchmutter ziemlich ko, Kind frühstückshungrig.

Nach dem Yoga war Kindi dann recht müde und sollte eingeschlafmilcht werden. Kind saugt an Brust, schaut mich erstaunt an, schaut Brust an, saugt kurz, grinst und fängt an, mit der Brust zu spielen und Smalltalk zu betreiben („Ada! Abuu! Ait! Ada!“). Kind wurde dann paniert, weil Brust nicht in Spiel- und Smalltalkstimmung.

Heute abend dann dasselbe. Kind saugt, Kind ist erstaunt, Kind spielt und smalltalkt mit der Brust. Kind wird nach zehn Minuten Brustunterhaltung in den Schlaf paniert.
Jetzt weiß ich nicht: Stillt Christoph sich ab, weil er nicht mehr gestillt werden mag? Oder hab ich keine Milch mehr? Oder wie?


Antworten

  1. Aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen: Er fängt an, sich abzustillen. Bei uns fing’s auch so an. Mein Sohn trank immer weniger, nuckelte dann nur noch und wollte eines Tages gar keine Frühstücksbrust. (Zu dem Zeitpunkt bekam er noch abends zum Einschlafen und morgens Mama-Milch.) Da legten wir spontan fest „Ok, mal sehen, ob’s abends auch ohne klappt.“ Papa brachte dann das Kind ins Bett und das war das Ende vom Stillen. :)

  2. Ja, so denk ich mir das auch. Komisches Gefühl!

  3. Hm. Hört sich doch ganz gut an, was das Abstillen betrifft.

    Das ist bei uns noch ganz lange nicht in Sicht. Immer wenn Ben müde wird, grabbelt er an meinem Ausschnitt rum und macht „Haaammm…“ So drei, vier Mal am Tag noch. Aber da er nachts nicht gestillt wird und ich wahrscheinlich noch länger nicht arbeiten gehen werde, wie es momentan aussieht, ist das o.K.
    Jetzt habe ich nämlich bei einigem Umhören erfahren, daß es Wartelisten bis zu 18 Monaten für KiTa-Plätze gibt. Und ich denke, daß gerade Ausländer nicht bevorzugt behandelt werden. Mal sehen, ob es nächstes jahr aber doch noch klappt, den Kleinen zumindest ein paar Stunden pro Woche abzugeben.

  4. Vor ca. zwei Wochen traf ich eine Freundin im Supermarkt. Deren kleiner Kerl ist ein paar Monate älter als Christoph und hat sich – wie sie mir erzählte – von heut auf morgen abgestillt. Ich stand da, wie Du jetzt, und sagte, das sei bei uns noch lange nicht in Sicht. Ich konnte auch gar nicht glauben, dass das so passiert.
    Aber wer weiß, vielleicht geht es ja eben doch :-)

  5. Ach, sooo schlimm finde ich das jetzt nicht. Solange das nicht bis zum 4. Lebensjahr so geht…


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