Am 23.11.2006 um 19.50 (er hat es vor der Tagesschau geschafft) kam der Wutz mit 2.960 g, 49 cm und 34,5 cm Kopfumfang auf die Welt. Lange gebraucht hat er dafür gar nicht (wenn man mal von den 4o Wochen absieht, die er in meinem Bauch verbracht hat). Von der ersten richtig dolle fiesen Wehe an waren es nur sechs Stunden und viel Arbeit, bis er da war. Da es für den A und für mich die erste Geburt war, waren wir ganz froh, dass wir eine supertolle (Beleg-)Hebamme dabei hatten, so machte die Geburt fast Spaß, und so waren auch meine ersten Worte zur Begrüßung des frischen Wutzes: „Mein Kind! Ich will noch eins!“
Wutz, einen Tag alt
Da war er nun also, ein kerngesunder kleiner Kerl, den wir nach ein paar Tagen mit nach Hause nehmen konnten. Das war dann erst mal eine kleine Umstellung für uns alle. Der Wutz musste sich dran gewöhnen, dass er jetzt sozusagen extern war, und wir mussten das auch. Voller Stolz ging der Wutzpapa morgens mit wunderhübschen Muttermilchkotzflecken auf dem Shirt zur Arbeit :-)
Wir feierten unser erstes gemeinsames Weihnachten. Das war sogar richtig spannend. Da der Wutz in der Nacht von Heiligabend auf den Ersten Feiertag recht sparsam mit seinem Schlaf umging (jaja, das war schon damals so…), konnten wir nachts um vier von unserem Logenplatz aus in der Wohnung auf der anderen Straßenseite einen hübschen Wohnungsbrand beobachten samt dem dazupassenden Löscheinsatz. Das war sehr einschläfernd für den jungen Wutz.
Schon in seinem dritten Lebensmonat war allgemein klar, dass er eine kleine Wasserratte werden würde :-) Ansonsten wurde er sehr gerne zum Einschläfern vom Wutzpapa durch die Wohnung geschuckelt oder auf dem Gymnastikball gehoppelt. Ich glaube, in diesem Monat bestand die elterliche Kommunikation hauptsächlich aus dem Dialog „Kuckst Du mal, ob er die Augen schon zu hat?“ – „Nein, der kuckt noch in der Gegend rum.“
Aber kann man das jemandem übelnehmen, der schon mit vier Monaten sooooo hinreißend lachen kann?

Im fünften Monat wurde er dann mit einem Mal ganz agil. Bauchlage, Rückenlage, jetzt konnte er das selbst entscheiden.

Gegen Ende des sechsten Monats ließ sich das erste Zähnchen blicken. Und ab und an wurde sogar geschlafen.
Mit einem halben Jahr fingen die ersten Beikostexperimente an. Möhrchen.
Es folgten die ersten Robb- und Krobbelversuche.
Dann fuhren wir in unseren ersten gemeinsamen Familienurlaub nach Schweden. Der Wutz durfte sogar fliegen, was er problemlos mitmachte. Er hat mir sogar geholfen, gegen meine Flugangst anzukommen.
Aus Schweden brachte der Wutz – gleichsam wie ein Souvenir – eine ganz neue Fähigkeit mit. Er hat nämlich mal eben schnell die „normale“ Entwicklungsreihenfolge ganz durcheinander gebracht und das Stehen gelernt, noch bevor er eigentlich sitzen und krabbeln konnte.
Krabbeln und Sitzen lernte er natürlich dann auch noch, aber Stehen stand und steht bei ihm nach wie vor hoch im Kurs.

Und wie er da so steht, ist das auch ein bisschen sinnbildlich. Er steht für mich und auch für den Wutzpapa im Mittelpunkt. Er ist ein ganz unverzichtbares und ganz heißgeliebtes Familienmitglied geworden.
Das erste Jahr mit unserem Wutz war ganz bestimmt kein leichtes Jahr. Der A und ich kannten uns erst ein halbes Jahr, als er sich ankündigte. Manchmal ist es gar nicht leicht, mit so einem kleinen vertrauten Sockel kraftvoll und an einem Strang ziehend zusammenzuarbeiten. Aber es lohnt sich. Der Wutz ist unsere Belohnung und unser großes Glück. Wir sind ganz froh, dass wir ihn haben.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, lieber Christoph!
Aber bei aller Liebe wär es doch ganz fein, wenn ich irgendwann mal wieder schlafen dürfte ;-)
Wolken
Laterne, Laterne




Maiken Nielsen: Das siebte Werk
Bobo Siebenschläfer von Markus Osterwalder
