Verfasst von: rosa67 | 17. November 09

Rumpelwützchen

In Australien wohnt die arme Frau Eumelmama mit einem kleinen Napoleon zusammen, wir haben ein Rumpelwützchen sozusagen. Will heißen, dass was die Eumelmama schreibt, kommt mir bekannt vor.

Neulich zum Beispiel hat das Kind seine neuen Krokodilshandschuhe stolz spazieren getragen. Schön und gut. Ich kann auch verstehen, wenn die verrutschen, dann präsentiert es sich nicht mit so gut damit, dass muss natürlich sofort behoben werden. Und das muss Mama machen. Klar, macht die Mama auch, die ist ja gutmütig. Immer gerne. Vielleicht nicht immer. Wenn man auf Hamburgs so ziemlich längster Rolltreppe auf dem Weg nach unten ist und wenn dabei das Kind im Buggy sitzt, dann wird wohl jeder hier verstehen, dass die Mutter bei der Krokodilsjustierungsaufforderung nicht sofort den Buggy Buggy sein ließ, sondern versuchte, das Kind zu vertrösten. Wird doch wohl jeder. Klar. Wer es nicht verstand, war das Rumpelwützchen. Der erhob ein Gebrüll. Ein langwährendes Gebrüll. Und nein, dieses Gebrüll ließ sich auch nicht stoppen, indem ich ihm – unten angekommen – die Handschuhe richtig anzog. Wo kämen wir da hin?! Das war es nicht, was das Kind gewollt hatte! Die Handschuhe wurden fortgeschleudert. Nein! Falsch! Rumpelwützchen wollte die Handschuhe nur und ausschließlich auf der Rolltreppe angezogen bekommen. Ich bin ja recht schmerzbefreit, was sein Gebrüll angeht, mittlerweile. Die restlichen Menschen im U-Bahn-Waggon sahen das anders und gingen auf Distanz zu uns, kuckten missbilligend oder mitleidig oder wehleidig oder sonstwie. Christophs Lungen indes ermüdeten auf der Fahrt bis nach Hause (ca. 20 Minuten) nicht wirklich.

Schön sind auch immer wieder die Situationen, wenn er in den letzten vorhandenen Keks beißt und der dann ja sozusagen kaputt ist. „Kaputt! Mama, wieder heile machen!“ Ein Hinweis, dass der Keks nunmal Schaden nehmen muss, wenn man abbeißt, hilft leider nix. Das Geheul und Gewüte ist groß. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir das stillschweigend dulden würden!

Logisch ist, dass wir morgens natürlich nicht in den Kindergarten wollen, „Da sind so böse Monster, Mama!“ „Da ist die Feuerwehr immer so laut, Mama!“ „Da tut es mir immer so weh, Mama!“ Wir müssen ganz laut schreien und um uns treten und uns nicht wickeln und waschen lassen. Und wir müssen Mama und auch Papa deutlich zeigen, dass es uns dabei um Leben und Tod geht.

Wenn Mama dann nach Feierabend zum Abholen in den Kindergarten kommt, dann ist das selbstverständlich komplett falsch! Wir wollen noch nicht nach Hause. Das Kerlchen versucht, sich hinter Bäumen zu verstecken, rennt weg und schreit und wütet, dass es zuhause alles doof ist, dass das da immer so wehtut, dass Mama ganz böse ist und zuhause immer so laut schreit. Da ist kein Spielzeug usw. Man muss sich dabei selbstverständlich auf den Boden schmeißen und sehr laut brüllen, damit auch alle im Kindergarten die Dramatik der Situation vollends begreifen.

Manchmal, wenn Christoph bei (von ihm) geschlossener Tür in seinem Zimmer spielt, denke ich mir, schau mal rein, ganz leise, denn ich könnte schwören, dann steht der Knabe vorm Spiegel und übt das Rumpelwützchendasein :-)

Verfasst von: rosa67 | 17. November 09

B99

… statt H1N1 steht auf meinem Attest für den Arbeitgeber. Ich habe also B99 und soll im Bett bleiben. ACC nehmen. Im Bett bleiben. Schlafen und im Bett bleiben. Und das für den Rest der Woche.

Christoph darf morgen auch in den Kindergarten. Wir müssen das fürs Erste bezahlen, aber vielleicht kann man die Mehrbetreuungskosten auch bei der Krankenkasse einreichen. Da frag ich mal nach.

Okee, ich bring dann mal meine B99 ins Bett.

Verfasst von: rosa67 | 17. November 09

Malade

Still ist es hier derzeit. Nicht, dass ich nichts zu erzählen hätte. Nein gar nicht. Da gäbe es genug (das Kind versucht derzeit das Weltall zu begreifen „Mama, ist der Mond auch ein Planet?“ … ich habe ihm das Cover eines Sci-Fi-Taschenbuchs des Vaters  zu erklären versucht … „Mama, wenn es hier dunkel ist, dann ist bei Ben die Sonne. Und wenn es hier hell ist, ist bei Ben die Sonne weg, dann ist der in die Bett.“ usw tbc).

Nein, das ist es also nicht. An mir liegt es, ich liege flach. War es letzte Woche noch ein leichter Infekt mit Schnupfen und ein wenig Husten, kam ich am Wochenende schon gar nicht mehr aus dem Bett und hatte bei Aufstehversuchen gleich Herzrasen und Schwindel. Seit dem Wochenende nun ist der leichte Husten auch nicht mehr als leichter Husten zu bezeichnen. Ich habe arge Hustenanfälle mit Atemnot und Aua beim Luftholen. Nein, richtig gut geht es mir nicht, ich habe erhöhte Temperatur, wenn auch kein Fieber.

Das Kind ist gesund (fast wäre ich versucht „leider“ zu schreiben, weil gesund bei diesem Kind eben auch heißt „wir sind sehr aktiv“). Der Gatte ist erschöpft, weil er viele viele Überstunden machen muss, zumal jetzt wohl auch beide Kollegen mit oinkoink zuhause geblieben sind. Der Gatte klagt auch schon über Abgeschlagenheit und Erkältung.

Und ich? Ich war gestern nicht bei der Arbeit (Seltenheitswert) … und gehe heute (Sie kennen mich hier ja! Staunen Sie also!) … gehe heute zum Arzt. Ich weiß nicht recht, wie es hier weitergehen soll, der Gatte kann sich eigentlich keineswegs von der Arbeit freinehmen, ich fühle mich zu Kindsbetreuung momentan außerstande, vom Haushalt ganz zu schweigen. Morgen ist Christophs kitafreier Tag, da ich normalerweise ja mittwochs zuhause bin. Er kann also dort morgen nicht betreut werden. Wenn ich jetzt irgendwas ansteckendes habe, gar nicht zu schreiben von oinkoink, dann wird er ohnehin aus der KiTa genommen werden müssen. Fraglich, wie das dann gemanaged werden soll. Wird der Gatte ko-krankgeschrieben? Urlaubsansprüche hat er derzeit keine. Wird der Kinderarzt einen gesunden Christoph krankschreiben, damit der Gatte die Kinderkrankfreitage nehmen kann? Zahlt die Kasse in solchen Fällen eine Haushaltshilfe? Fragen über Fragen. Und ein Aspekt, den ich in dieser Impfzweifelsfrage bislang nicht bedacht habe. Was soll dann erst werden, wenn der Gatte ebenfalls erkrankt? Und auch noch das Kind?

Ach naja, mal wieder ein Jammerposting mehr. Gleich erst mal Arzttermin.

Verfasst von: rosa67 | 8. November 09

Frost / Plastikdöschen / Vakuum

Ähäm! Ich hab da mal so eine hausfrauliche Frage. Es ist nämlich so, dass mein Schatz und ich – von Christoph wissen wir da noch nix genaues – tiefkühlmäßig unbegabt sind. Wir haben dann so Hühnerkeulen oder Hack oder Tatar oder so oder was auch immer, Reste, weiß der Geier. Das wollen wir gerne in unserer Tiefkühltruhe aufbewahren. Wir haben Gefrierbeutel, wir haben sogar von des A’s Mama T.upper.ware geerbt, aber immer, wenn wir das dann öffnen, sieht es eklig aus und voller Eiskristalle und überhaupt.

Wir pressen ja schon die ganze Luft raus, aber nix da mit Vakuum, es kristallt und gefrierbrandet und schaut eklig aus.

In meiner Verzweiflung dachte ich schon an die Anschaffung von so einem Vakuumintiefkühlmachgeräts. Wie halten Sie es, meine lieben Leserinnen?

Verfasst von: rosa67 | 8. November 09

Alle Zähne sind noch da, alle Zähne alle

Als ich noch ein kleiner Teenager war, so ich weiß nicht, vielleicht zwölf oder dreizehn Jahre alt, kann aber auch sein, dass ich auch erst zehn oder elf war,  da hatten wir eine befreundete Familie mit drei kleinen Kindern. Ein Mädchen im Alter meines Bruders, also fünf Jahre jünger als ich, einen kleinen Jungen, der nochmal zwei Jahre jünger war und ein kleines Babymädchen. Mein Bruder war mit der Gleichaltrigen ganz gut befreundet. Und ich hab gern auf den kleinen Jungen aufgepasst. Der war ziemlich wild, also noch mal ne Kategorie wilder als unser kleiner Kerl heute. Meine Mutter hat mit Grausen noch vor Augen, wie der Kleine an einem Bücherschrank hochkrabbelte und daraufhin gemeinsam mit diesem Bücherschrank umstürzte.

Und ich habe mein ganz eigenes Erlebnis mit ihm gehabt, was mir irgendwie heute noch in den Knochen steckt. Das war nämlich so, dass die Mutter nebenan das Babymädchen wickelte und bettfertig machte und ich derweil ein Auge auf den Kleinen haben sollte. Und der hatte es sich zum Vergnügen gemacht, von einer Kommode auf das Bett (mit Metallgestell) zu springen und dort zu hopsen und zu hopsen. Die Mutter fand es wohl nicht so schlimm. Naja, man wird sich denken können, wie es weitergeht. Der Kleine sprang, landete, hopste und federte weiter mit dem Gesicht auf das Metallkopfteil des Bettes. Geschrei, viel Blut, wenig Zähne, viel Bruch. Und mittendrin eine kleine Rosa, die sich mordmäßig schuldig fühlte und sehr sehr sehr erschrocken war.

Es sitzt mir noch heute in den Knochen. Wie sehr, durfte ich gestern feststellen.

Unser kleiner Kerl stand auf seinem Hocker am Waschbecken und wusch sich die Hände und begann, in altbekannter Manier rumzuzappeln. Und nein, er hat nicht die Waschbeckenkante erwischt, sonder ist einfach nur von seinem Hocker gefallen und mit dem Gesicht auf den Metallmülleimer geknallt, natürlich mit dem Mund auf die Kante. Gebrüll, viel Blut! Und der A nicht da, somit also eine vor Panik fast kotzende Mutter, die allein damit zurechtkommen musste. Ich habe mich zunächst fast nicht getraut nachzukucken. Und unglücklicherweise hatten wir zum Abendbrot Hähnchen gegessen, so dass noch Hähnchenreste im Mund waren. Und so sah es zunächst so aus, als wäre neben viel Geschrei und viel Blut auch noch der Worstcase wenig Zähne eingetreten. Ich tupfte und tröstete und tupfte und schaute. Und entdeckte zum Glück, dass eben doch noch alle Zähnchen drinne waren. Der A, der später schaute, war sich nicht ganz sicher, ob ein unterer Schneidezahn wackelte.

Aber heute hat der kleine Kerl beim Besuch einen megaklebrigen Schokobonbon ergattert, und alle Zähne sind noch drin geblieben.Wackelt also nix.

Aber der Schreck sitzt ganz schön tief!

Verfasst von: rosa67 | 8. November 09

Wochenendschnipsel

Hier in aller Kürze vom Wutzfamilienwochenende:

  • Sonnabend endlich mal wieder die Kaisers besucht und untereinander S.euchenviren ausgetauscht :-)
  • Gestaunt, wie groß Finnley mittlerweile ist.
  • Gestaunt, wie toll die Knirpse sich schon miteinander beschäftigen und wie schnell sie ein ordentliches kaiserliches Wohnzimmer in Chaos verwandeln können.
  • Den leckeren Kaiser-Kaffee genossen.
  • Mich besonders über zwei Börseneinkäufe gefreut: Eine Schneehose und ein paar Elefanten-Stiefel in neu und für nur 3,50.
  • Aus Versehen bei der Börse eine khaki-farbene Hose mit rosa Blumenstickerei fürs Kind gekauft.
  • Bei den eigenen Börsenverkäufen 23 Euro eingesackt, immerhin: die Benzinkosten sind fast gedeckt :-)
  • Abends Christoph fast zahnlos.
  • Abends mit dem Liebesten Ratatouille gesehen, sehr lustig.
  • Heute fast ausgeschlafen.
  • Von Christoph mit der Frage geweckt worden, ob Pferde Pilze essen.
  • Essen Pferde Pilze?
  • Gemütlich gefrühstückt.
  • Der A hat den Golf heile gemacht, Christoph und ich hatten es auch ruhig.
  • Das erste Anfänger LÜK-Heft haben wir in 30 Minuten durchgespielt.
  • Puzzlen mag er noch nicht so.
  • Nachmittags nett bei Vater-Familie verbracht.
  • Christoph als Bruchpilot unterwegs, diesmal nix passiert.
  • Lecker Kuchen, lecker Abendbrot.
  • Kind im Auto eingeschlafen, seitdem Ruhe.
  • Schönes Wochenende :-)
Verfasst von: rosa67 | 8. November 09

Noch mehr Schlechtwetterbeschäftigung

Auch Christoph ist bei schlechtem Wetter sehr kreativ. Wir kneten, wir malen, wir basteln.

Hier hat er einen Elefanten geknetet.

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Und hier entsteht mit Kartoffelstempeln, Pinseln und Händen und Gouache-Farbe ein Kunstwerk:

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Verfasst von: rosa67 | 8. November 09

Sockenstrickzeit

Das Wetter draußen ist sehr sockenförderlich. Pünktlich zum Geburtstag der Frau meines Vaters wurde dieses Paar fertig.

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Verfasst von: rosa67 | 8. November 09

Liedgut II

… oder drei Versuche, Laternenlieder zu singen :-)

Verfasst von: rosa67 | 8. November 09

Seltsames Gefühl

Eigentlich fühl ich mich hier in diesem kleinen Mikrokosmos inmitten der anderen W(indel)-Blogs ganz und gar wohl und behütet und gut aufgehoben. Klar, ich würde hier niemals unsere vollen Namen oder unsere Adresse bekanntgeben, aber dennoch hab ich eigentlich bislang noch nicht sooo arge Bedenken gehabt, auch mal Bilder oder Filme von Christoph zu veröffentlichen.

So hatte ich auch heute drei niedliche kleine Filme von dem jungen Herren hochgeladen und loggte mich hier und wollte sie also in den Blog stellen. Aber wie so oft in der letzten Zeit hatte ich einen Kommentar in meiner Spamliste, ganz harmlos vermeintlich, wo ich denn das tolle „Template“ herhätte, man erbitte sich Rat bei der Bloggestaltung. Und der Absenderlink führte mittenmang in eine P.orn.o-Seite.

Dann kommt man sich doch etwas komisch vor, erst mal diesen Spam löschen und danach fröhlich-frei das Kindervideochen ins Netz stellen.

Ich hab da ein wenig Bauchweh und bin nicht ganz sicher, wie ich das weiter handhaben möchte.

Bis ich eine Lösung gefunden habe, bleibt es aber erstmal wie gehabt.

 

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